Am 27.12.2008 starb unser Leonberger Balou, seines Zeichens Chef im unseren Hunderudel. Einige Wochen vor seinem Tod übergab er den Posten, für uns unsichtbar, an  Hovawart Flash
Am 06.06.2011 nun starb auch dieser Rüde. Und verflixt, er hatte immensen Einfluss auf das Rudel. Schäferhund Asko, immer bestrebt diesen Posten zu ergattern, tat nun so als wenn sein Ansinnen eher einer theoretischen Überlegung entsprungen ist.
 
Schöne Bescherung. Nun war auf einmal Totenstille, Orientierungslosigkeit.  Depression pur. "Nein", so dachten wir, "das kann es nicht sein."
Also muss ein Hund gefunden werden der diese Stille durchbricht, gleichsam Bindeglied zwischen jung und alt sein sollte.
 
Und so suchten wir... bis auf einmal ein Bild erschien. "Das ist er". Weiter kundig gemacht, Kontakt aufgenommen. Ich gebe zu, angesichts des Wortes Tierschutz habe ich etwas gezögert. Leider, da meine Erfahrungen über die Jahre hinweg  nicht immer positiv waren.
Doch wir wurden eines Besseren belehrt. Die Beschreibung zum Hund passte, die Regularien OK.
Wir waren von Anfang an mit dem schwarzen Kerlchen äußerst zufrieden. Roy zeigt ein ausgezeichnetes Sozialverhalten, ist unbedarft, immer positiv gestimmt, freundlich, anhänglich.
Und, was mir natürlich gefällt, sehr intelligent.

 

 

Roy mit Gianna

Ganz geheuer ist es ihr nicht

"Was liegt an, Mädels?"

Hi "Chef"

"Quo vadis Roy?"

Geht doch...

Die Einbindung. Es liegt an den Hunden. Ist ihr Sozialverhalten OK zwar aufregend, doch Roy zeigte sofort das er alle Regeln des Anstandes gelernt hat. Er gab sich freundlich, neugierig,

Asko hat endlich wieder jemanden über den er nörgeln kann. Gianna etwas verunsichert, sie braucht Zeit. Einfacher hingegen mit, man glaubt es kaum, Bella.

Sie spielt mittlerweile mit ihm. Efendi nimmt es eh gelassen. Sina, ja Sina macht auf beleidigt.

"Man habe sie ja nicht gefragt."

Roy hingegen versucht es jedem recht zu machen. Nebenher registriert er genau welche Regeln hier gelten. Inbegriffen all der Möglichkeiten, Tricks, die unsere Bande im Laufe der Jahre zu jeweiligen Ritualen umgewandelt hat.

Schon ab dem ersten Tage konnten wir uns sagen: "Das ist wirklich der richtige Hund!

 

Die erste Woche verging blitzschnell. Er hat seinen Platz eingenommen. Seine Name ist Roy(ber). "Nomen est Omen" sagt man. Also die Klammern weg, die Schreibweise neu = Räuber.

Alles was er ergattern kann nimmt er und legt es fein säuberlich auf die Wiese auf einen Haufen. Gestern kam er mit einer Decke an. "Nanu?!" Die hatte er einfach von der Wäscheleine gezogen. Motto: "Kann ich brauchen". Er ist ein Teenager und schaut was machbar ist.

Andererseits hört er jetzt schon sehr gut, zeigt starke Bindung. Sitz/Platz/Hier eine Geschichte, kaum erwähnenswert. Deutsch hat er schneller gelernt als Unsereiner den ersten Buchstaben im Alphabet. Und verflixt. Er ist ein lieber Kerl.

Ich bin schön!

Kein Raub... Nur Ordnung schaffen...

Ehrlich!!

Mensch, keiner glaubt mir..

Schau mir in die Augen, ich bin nicht schuldig!

Eine kurze Zeit, doch seine Entwicklung kennt keinen Stillstand. Wir sind sehr froh das dieser junge Hundemann binnen kürzester Zeit alle Bedenken zerstreute.

Er wird seinen Weg gehen. Er ist jung, quicklebendig, gesund und munter. Die Zeit im Tierheim hat bei ihm keine Narben hinterlassen. Er hat seine Chance genutzt und ist hier nicht mehr wegzudenken.

Ich erkunde...

ich schaue und staune...

ich spiele.. nicht jetzt...erst fotografieren lassen..

ich räkele mich...

ich fliege.

Ja, und wir hoffen das uns dieser Hund, ähnlich Flash, lange erhalten bleibt.

Er wird mit den Jahren, da unsere Hunde insgesamt alt sind, Änderungen im Rudel mitbekommen. Er wird bemerken das, obschon dies unvermeidbar sein wird, er dabei immer seine Rolle spielen wird.

Das ist einer der Gründe das es immer wieder mit neuen Hunden im Rudel funktioniert. Den Blick nie verlieren, Immer daran denken das die "Alteingesessenen" Änderungen akzeptieren, jedoch nur wenn sie weiterhin gleichsam, mit gleicher Intensität wahr genommen werden.

Es gibt nur wenige Gründe warum es schief gehen kann. Mangelndes Sozialverhalten, Erkrankungen die sich in ungezügelter Aggression darstellen.

Dann kann es schnell kippen.

Es scheint alles so leicht zu sein. Indes der Mensch immer und zu jeder Zeit seinen "Kopf eingeschaltet" haben muss.

Immer wieder regelnd eingreifen um eine stabile Basis zu schaffen.

So. Meister Roy. Das soll es für heute sein.  Noch nicht einmal ein Jahr alt (laut Impfpass 01.09.) und schon sooo viele Bilder und Worte über Dich.

Wir danken den Tierschützern für eine ehrliche und korrekte Beschreibung und Übergabe. Ein toller Hund!!

2011

Roy ist seit dem 1. September 2011 1 Jahr alt. Weiterhin natürlich putzmunter. Mittlerweile sieht er seinen Job darin den Garten (Wiese) nach seiner Facon umzuarbeiten. Eine Wühlmaus ist nichts dagegen. Darüber hinaus sieht er sich im Moment als Wachhund. Seitdem Schäferhund Asko verstorben, Efendi mit nun 13 Jahren dem Rentenalter frönt..."einer muss es ja machen".

Im Moment "sucht " er eine Spielpartnerin weil Gianna nicht besonders begeistert, Sina auch nicht die große Lust hast. Bella die Trotz ihres Alters sich seiner annahm nun auch im Hundehimmel lebt.

Die ersten Gedanken dazu haben wir schon. Der Versuch mit einem Schäferhund Rüden schlug fehl, es wird also eine Hündin sein.

 

Ich, jung, nicht arbeitsscheu, suche eine Spielpartnerin...

 

Wie ich höre machen sich mein Frauchen und Herrchen schon Gedanken darüber

Und so harre ich der Dinge die da kommen...

 

Roy, nun 1 Jahr alt, im Oktober 2011

In Gedanken planen wir schon weiter. Neben einer Hündin sollen auf Dauer noch ein oder zwei Rüden integriert werden. Vermutlich alle jeweils als Junghund.
Dies wahrscheinlich erst im nächsten Jahr. Bis dahin ist Roy vom Wesen her gefestigt. Bekommt nicht gleich Gedanken das ihm etwas vor die Schnauze gesetzt wird. Er weiß das er, egal was kommt, bei uns leben wird bis das er eines fernen Tages diesen Erdball verlässt.
Dementsprechend müssen wir handeln so das es im sozialen Geflecht der Hunde stimmt. Gleichsam darauf achten, in Anbetracht der  hier lebenden alten Hunde, diese nicht überfordert werden.
Das ist erst einmal Zukunftsmusik.
Roy fühlt sich hier zu Hause, liegt gerne auf dem Sofa, freut sich wenn er mich  morgens aus dem Bett werfen kann. Herzlichen Dank.

 

 

Ja, ich bin ein bisschen gewachsen

Schwarz, mit rot-braunem Kragen

 
Gleichsam Zukunftsmusik das unsere Hundehaltung auf vier Hunde begrenzt werden soll. Wir müssen das flexibel gestalten. Aktuell sind es nur drei Hunde die gerne draußen herumtollen. Efendi hat sich auf Grund seines Alters zurück gezogen. Drei Hunde auf dem Gelände sieht irgendwie leer aus.
Nein wir kommen nicht auf den Gedanken unser Grundstück mit Hunden zu bevölkern. Diese Sammelleidenschaft liegt uns nicht.
Mal schauen wie sich alles entwickelt. Eines ist sicher. Roy wird bei allen Entwicklungen dabei sein.

2012

Das Kerlchen ist mittlerweile ein wenig (68cm) gewachsen, dazu breiter geworden. In der Mixhündin Sunny hat er eine probate Spielpartnerin gefunden. Seine Anhänglichkeit, seine Bindung ist weiterhin sehr stark. Seine Hauptaufgabe sieht er im Moment als Wachhund zu fungieren. Groß, schwarz, mit tiefer "Stimme" bellend dürfte er im ersten Moment großen Eindruck machen.

Besuchern gegenüber zeigt er sich überaus angenehm. Seine psychische Entwicklung dürfte abgeschlossen sein. Ich bzw. wir sind mit ihm sehr zufrieden.

Das ihm auf Dauer ein junger Schäferhund Rüde vor die Nase gesetzt wird weiß er natürlich nicht. Hierbei werden wir genau überlegen müssen. Gegenüber erwachsenen Rüden zeigt er sich derzeit nicht sonderlich freundlich. Die innere Sicherheit wie zu der Zeit Hovawart Flash fehlt ihm noch.

Roy im Februar 2012

OK. Hunde sollte man nicht "von oben" fotografieren

Ein prächtiges Kerlchen

Immer bereit zu irgendeinem "Blödsinn"

Roy ist eine "Wühlmaus". Er buddelt gern und ist der Schrecken der Wühlmäuse. Das bedeutet in nächster Zeit einige Krater wieder zu füllen um nicht mit dem Rasentraktor "hängen" zu bleiben. Sein Tun bereitet ihm Freude, noch mehr wenn er eines dieser Tierchen fängt. So wie es aussieht zeigt er sich bemüht der kleinen Sunny sein Hobby schmackhaft zu machen. Es ist ansonsten schön die beiden Junghunde beim spielen zu beobachten. Sina, Gianna, Efendi, befinden sich sozusagen im Ruhestand. Schauen dem Treiben hin und wieder zu.

 

 

 

 

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